Nov 06

Bachforelle

bachforelle - Bachforelle

Die Bachforelle

Salmo trutta fario

Die Bachforelle gehört zur Familie der Lachsfische der Gattung „Salmo“. Salmoniden sind Raubfische. Eine Unterart der Forelle ist die Bachforelle mit ihren typischen roten Punkten an der Bauchseite. Lateinisch wird diese Unterart als „Salmo trutta fario“ bezeichnet mit maximal 80 cm Länge und einem Gewicht bis vier Kilogramm zählt diese Forellenart mit zu den weit verbreitetsten Fischen für Angler.

Die Farbgebung variiert dabei nicht nur von Gewässer zu Gewässer erheblich, sondern kann auch im selben Fanggebiet sehr unterschiedlich ausfallen. Von silbrig bis golden mit mehr oder weniger Tupfen kann eine Bachforelle auch bräunlich bis gelb oder in Grüntönen schimmern.

Das liegt zum einen am Gewässer selbst aber auch an der Nahrung und Herkunftsumstände. Typisch und einheitliches Merkmal für die Bachforelle sind die Tupfen, die schwarz und rot auffallen. Diesem Umstand verdankt dieser außerordentlich schöne Fisch auch den Beinamen „Rotgetupfte“.

Familie

Gattung der Lachsfische

Wissenschaftlicher Name

Salmo trutta forma fario

Weitere Namen

Rotgetupfte

Typ

Salmonidenfisch

Verbreitung

Europa bis Kaukasus, Amerika

Lebensraum

Seen, Flüsse, Bäche

Größe

Durchschnittliche Größe: 27cm, mittlere Größe: 25-35 cm, maximale Größe: 80 cm

Gewicht

Durchschnittliches Gewicht: 600g, mittleres Gewicht: 800-1200g, maximales Gewicht: 4 kg (sehr große Exemplare sind selten bis 14kg)

Alter

Bachforellen können bis zu 18 Jahren werden.

Laichzeit

Oktober bis Februar

Zu welcher Tageszeit fängt man am besten Bachforelle?

loading - Bachforelle

Besonders in den Morgenstunden und am frühen Abend sind die Bachforellen aktiv. Je nach Jahreszeit und Wassertemperatur variiert das Zeitfenster der Hauptbeißzeiten aber. In den Sommermonaten bei höheren Temperaturen sind Salmoniden tagsüber instehenden Gewässern weniger aktiv.

In sauerstoffreichen Fließgewässern wie kühlen Bergbächen oder auch kühlere, tiefe Seen in Bergen kann die Bachforelle auch tagsüber gut gefangen werden da sie grundsätzlich ein Sichträuber ist. In privat bewirtschafteten Teichen mit ständigem Forellenbesatz kann die Bachforelle zu jeder Zeit gefangen werden.

In welchen Monaten fängt man am besten Bachforelle?

Die Bachforelle kann am besten in den Monaten Mai bis September gefangen werden. Wenn die Laichzeit beginnt, reduziert die sich auch die Beißaktivität – also ab Oktober. Mit der Erwärmung im Frühjahr beginnt auch wieder die Beisszeit und an sonnigen Tagen kann man auch im April schon schöne Tiere überlisten.

Heiße Sommermonate mit hohen Temperaturen mögen Forellen nicht, weil dann in stehenden und flachen Gewässern oft ein Sauerstoffmangel vorhanden ist. Je geringe die Bissaktivität ist desto feiner und vorsichtiger sollte man fischen. In schlechten Beisszeiten haben Fliegenfischer, die diese Art des Fischens beherrschen die besten Chancen auf die vorsichtigen Fische.

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Wie erkenne ich Bachforellen

bachforelle rotgetupfte - Bachforelle Bachforelle mit roten und schwarzen Punkten.

Bachforellen besitzen einen spindelförmigen, hochrückigen Körper. Die Schnauze ist stumpf und hat eine weite Maulspalte. Bachforellen haben roten Tupfen auf den Seiten, die meistens weiß eingefasst sind und optisch wirklich ein herrliches Farbspiel bei diesen Salmoniden zeigt. In Bergseen und kalten Flüssen sind diese Forellen oft deutlich kleiner und Größen von 20 cm sind üblich.

Das liegt an der Nahrungsaufnahme, die in solchen oft kalten Gewässern geringer ist als in wärmeren Seen.

Welche Nahrung nehmen Bachforellen zu sich?

Jungfische der Bachforelle ernähren sich vorwiegend von Kleintieren im Wasser wie Larven von Insekten, Insekteneier und kleinen Bachflohkrebsen.

Erwachsene Fische jagen auch größere Insekten, die über dem Wasser schweben und absitzen. Nicht selten springen die Forellen dabei sichtbar aus dem Wasser und schnappen zu. Größere Exemplare fressen auch Brut und Jungfische der eigenen Art oder fremder Fischarten.

Insektenlarven - Bachforelle Insektenlarven

Bachforelle: Schonzeiten und Mindestmaße

Vor dem Fischen in einem Gewässers ist es unerlässlich, sich über die jeweiligen Vorschriften zu informieren. Je nach Bundesländern und Gewässer (öffentlich oder privat) können die Bestimmungen variieren.

Generell kann man sagen, dass Mindestmaße für die Bachforelle bei ungefähr 25 cm beginnen und die Schonzeiten gleichezeitig die Laichzeit vom 1.10. bis 28.2. ist – oft aber auch bis März oder April reichen.

Die Schonzeiten und Mindestmaße der Bachforelle für alle Bundslänger im Detail:

BundeslandMindestmaßSchonzeit
Bayern 20 cm 01.10.-28.02.
Baden-Württemberg 20 cm*01.10.-28.02.
Berlin 30 cm01.10.-30.04.
Brandenburg 30 cm16.10.-15.04.
Bremen 30 cm15.10.-15.03.
Hamburg 20 cm - 40cm15.10.-15.02.
Hessen 25 cm01.10.-31.03.
Mecklenburg-Vorpommern30 cm01.10.-31.03.
Niedersachsen 30 cm15.10.-15.02.
Nordrhein-Westfalen 25 cm20.10.-15.03.
Rheinland-Pfalz 25 cm15.10.-15.03.
Saarland 25 cm01.10.-31.03.
Sachsen 28 cm01.10.-30.04.
Sachsen-Anhalt 30 cm15.09.-31.03
Schleswig-Holstein 30 cm01.10.-28.02.
Thüringen 30 cm01.10.-31.03.

*In Baden-Württemberg gibt es regionale Unterschiede in den Mindestmaßen. So gelten im Hochrhein 35cm und in Fließgewässern oberhalb 800 Meter über dem Meeresspiegel 20cm. In allen anderen Teilen Baden-Würtembergs 25cm.

Gefahren für die Bachforelle

Für diese Fische gibt es eine Reihe von Gefahren, die ein Sterben oder eine Bestandsverringerung begünstigen können. Dazu zählen Fischräuber wie Biber, Fischreiher und Kormorane, die neben Raubvögeln die Fische direkt im Flug attackieren und fressen.

Aber auch ein künstlicher Besatz mit der weniger anspruchsvollen Regenbogenforelle kann zu einer Verdrängung führen.

Ein anderer Punkt sind Parasiten, die empfindlichen Fischen wie den Salmoniden gefährlich werden können. Auch unbekannte Bakterien und Viren machen manchmal Probleme und führen zum Fisch sterben.

Zusätzlich ist die gute Wasserqualität mit ausreichend Sauerstoff und Nahrung eine Voraussetzung für den Bestand der Bachforelle.

Die Geschichte der Bachforelle

Die Bachforelle benötigt sauberes Wasser, ist in Europa angesiedelt und ein hervorragender Speisefisch. Auch in der Fischwelt findet ein gewisser Verdrängungswettbewerb statt. Der natürliche Bestand der Bachforelle scheint etwas durch die aus Amerika stammende Regenbogenforelle reduziert.

Diese wurden in europäische Gewässer besonders in den letzten Jahrzehnten durch künstlichen Besatz gezielt eingebracht. Da sie anspruchsloser hinsichtlich Wasserqualität und Nahrung ist, wird diese Spezies teichwirtschaftlich produziert und kann die heimischen Fischarten Stück für Stück verdrängen.

Deshalb wird mit Besatzquoten für fremde Arten interveniert, um die eigenen Bestände der Bachforellen zu erhalten und nicht zu gefährden.

Seit einigen Jahren findet auch eine gezielte Zucht von Salmoniden durch Kreuzen verschiedener Arten statt. Damit sollen robustere Fische entstehen, die aber die guten Eigenschaften der Ursprungstiere vereinen und damit wirtschaftlich sind. Ein Beispiel ist die Kreuzung von Bachforelle und Saibling dessen Ergebnis eine Tigerforelle ist, die man oft in privaten Teichen fangen kann.

Bachforelle: Angelgerät, Angelzubehör und Köder

Das Fischen auf Bachforelle unterscheidet sich nicht grundsätzlich vom Angeln auf andere Salmoniden.

Eine beliebte Methode ist das Fliegenfischen. Dabei imitiert der Fliegenfischer täuschend echt den Flug von Insekten über der Wasseroberfläche und eine möglichst natürliche Platzierung der meist künstlichen Fliegen auf der Wasseroberfläche. Mit einer Fliegenrute und entsprechender Fliegenangelrolle wird eine keulenförmige Schnur geschickt geworfen und über dem Wasser so lange bewegt bis die Fliege (gebundener Kunstköder am Schnurende mit Haken) optimal platziert werden kann. Das ist für Ungeübte nicht so einfach. Wer noch nie mit einer Fliegenrute gefischt hat, der sollte sich zur Angel- und Wurftechnik von einem Fliegenfischerexperten beraten lassen.

Wer es einfach versuchen will, der angelt mit leichtem Gerät auf Forelle. Da eignet sich etwa eine Angelrute mit 1,80 – 3,90 Meter Länge, einer kleinen Stationär-Rolle (Größe 500 – 3000) mit 0,06 – 0,10 Millimeter geflochtener Schnur oder 0,14 – 0,25 Millimeter monofiler Schnur an der Rute. Das Wurfgewicht der Angelruten variiert.

Wird mit einem Kunstköder wie beispielsweise Spoons gefischt, so beträgt das Wurfgewicht der Rute 0,5 – 6 Gramm. Die Rutenlängen betragen zwischen 1,80 – 2,10 Meter. Diese Angelmethode wird auch als Ultraleicht-Fischerei bezeichnet. Eine Ultraleichtrute die oft nur 65g wiegt ermöglicht damit herrliche Drills von Forellen. Zum Einsatz als Köder kommen verschiede Arten von leichten Kunstködern, die in unterschiedlichen Gewichtsklassen verschiedene Tiefen und Bewegungsmuster abdecken.

Speziell zum Sbirolino-Angeln werden Angelruten mit schlankem und leichtem Carbon-Blank und Wurfgewichten zwischen 3 – 25 Gramm verwendet. Die Länge der Angelrute beträgt hierfür zwischen 3,00 – 3,90 Meter.

Natürlich kann man sowohl in Bächen als auch in Forellenseen mit einer Posen-Montage der Bachforelle nachstellen. Hierfür eignet sich eine Angelrute zwischen 3,30 – 3,90 Meter mit einem Wurfgewicht zwischen 5 – 30 Gramm.

Köder für Bachforellen

Die Forellenangelei bietet eine riesige Auswahl an Angelködern. Selbst gebundene Fliegen, Spoons, Wobbler, Spinner, Streamer, Blinker und verschiedene Gummiköder sind nur einige Kunstköder.

Dazu kommen natürliche Köder wie Bienenmaden, Maden, Würmer und künstliche Teige und kleine Boilies. Die Forellenteige werden hauptsächlich in Gewässern benutzt, in denen die Betreiber regelmäßig Fische zum Angeln einsetzen.

In diesen Teichen spielen Fangbegrenzung, Schonzeiten und andere Beschränkungen oft nicht die Rolle wie an öffentlichen Gewässern, da diese Teiche privat betrieben werden. Das sind Gewässer die speziell zum Fischfang für Angler die vor Ort bezahlen zur Verfügung stehen. Hier gelten zwar allgemeine Regeln zum Tierschutz aber auch individuelle Preise und Stückzahlbegrenzungen der Besitzer.

Es gibt eine ganze Menge an Forellenmontagen, die Du beim Angeln auf Forellen nutzen kannst.

Bachforellen Bilder