Nov 12

Seeforelle

seeforelle - Seeforelle

Seeforelle

Salmo trutta lacustris

Die Seeforelle – auch gerne Grundforelle, Blauforelle oder Goldlachse genannt – ist ein Süßwasserfisch. Sie gehört zur Familie der Lachsfische und der Gattung Salmo. Die Seeforelle verfügt genetisch über die gleichen Voraussetzungen wie eine Bachforelle oder Meerforelle. Ihr bevorzugter Lebensraum sind die Seen der Alpen und Voralpen.

Der Körper der Seeforelle fällt durch seine schmale, seitlich abgeflachte Form ins Auge, der in ein mit zahlreichen spitzen Zähnen besetzen endständigem großem Maul mündet. Die Maulspalte reicht bis hinter die Augen. Die Seeforelle erreicht eine durchschnittliche Länge von 40-80 cm. Es wurden aber auch Exemplare von über einem Meter gefangen.

Typisch für die Seeforelle sind die schwarzen unförmigen Flecken, die den Körper und den Kopf bedecken. Ihr Rücken schimmert blaugrau bis graugrün. Die Seiten der Weißfische schillern silbrig und ihr Bauch ist hellgrau bis weiß. In manchen Fällen weist der Körper einen leicht rötlichen oder bräunlichen Schimmer auf.

Familie

Gattung der Lachsfische / Salmoniden

Wissenschaftlicher Name

Salmo trutta lacustris

Weitere Namen

Grundforelle, Blauforelle, Goldlachs

Typ

Raubfisch

Verbreitung

Europäischer Kontinent: Skandinavien, Russland, Großbritannien, Island, in Alpen- und Voralpen-Seen

Lebensraum

tiefe, kalte und sauerstoffreiche Seen

Größe

Durchschnittliche Größe: 40 – 80 cm, mittlere Größe: 50 cm, maximale Größe: 113 cm

Gewicht

Durchschnittliches Gewicht: 800g, maximales Gewicht: bis zu 30 kg

Alter

Seeforellen können bis zu ca. 15 Jahren alt werden.

Laichzeit

Laichzeit ist von September bis Oktober.

Zu welcher Tageszeit fängt man am besten Seeforellen?

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Die Seeforelle ist nachtaktiv. Das bedeutet, die beste Fangzeit für den Räuber liegt zwischen dem späten Abend- und den frühen Morgenstunden. Ausgewachsene Tiere sind eher in den tieferen Wasserschichten zu finden, sodass man die Seeforelle bevorzugt vom Boot aus angelt.

Doch auch Orten wie Gewässereinmündungen oder anderen Stellen, wo Beutefische typischerweise vorkommen, sind Plätze, an denen sich die Seeforelle vermehrt aufhält. Hier ist man mit der Spin- oder Fliegenrute gut beraten.

In welchen Monaten fängt man am besten Seeforellen?

Um Seeforellen zu angeln, nutzt man am besten die Monate Dezember bis Februar, natürlich immer unter Beachtung der Schonzeiten, die nicht generell überall gleich sein müssen.

Seeforellen-Experten gehen allerdings gerne auch bis Ende Mai an bekannten Hotspots auf die Jagd nach den blau-silbrigen Forellen.  

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Wie erkenne ich Seeforellen?

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Typisch für die Seeforelle ist ihr langer Körper, der einem Torpedo beziehungsweise einer Keule ähnelt und auf beiden Seiten abgeflacht ist. Die schwarzen Tupfen der Seeforelle auf dem silbernen Schuppenkleid sind unförmig und erinnern nicht selten Flecken und kleine Kreuze.

Auffällig ist ihre relativ große Fettflosse. In der Laichzeit fällt die blaue – bis grünlich-graue Färbung, der sie den Beinnamen Blauforelle verdankt, deutlich dunkler aus. Die Milchner weisen in dieser Zeit am Unterkiefer den sogenannten, für die Salmoniden typischen Laichhaken aus.

Während die Jungfische sich gerne in Ufernähe und dem Mündungsbereich von Zuflüssen aufhalten, sind die erwachsenen Seeforellen meist in den tieferen Freiwasserzonen zu finden.

Welche Nahrung bevorzugen Seeforellen?

Die jugendliche Seeforelle ernährt sich von wirbellosen Kleintieren und Anflugnahrung (Insekten). Nach der Geschlechtsreife bevorzugt sie ausschließlich Fisch – gerne auch kleinere Exemplare der eigenen Art.

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Seeforelle: Schonzeiten und Mindestmaße

Vor dem Fischen in einem Gewässers ist es unerlässlich, sich über die jeweiligen Vorschriften zu informieren. Je nach Bundesländern und Gewässer (öffentlich oder privat) können die Bestimmungen variieren.

Die Schonzeiten und Mindestmaße der Seeforelle für alle Bundslänger im Detail:

BundeslandMindestmaßSchonzeit
Bayern 60 cm 01.10.-28.02.
Baden-Württemberg 50 cm01.10.-28.02.
Berlin 60 cm01.10.-31.05.
Brandenburg 60 cm*16.10.-15.04.
Bremen ----
Hamburg ----
Hessen 25 cm15.10.-31.03.
Mecklenburg-Vorpommern----
Niedersachsen ----
Nordrhein-Westfalen 50 cm20.10.-15.03.
Rheinland-Pfalz 60 cm**15.10.-15.03.
Saarland ----
Sachsen 60 cm01.10.-30.04.
Sachsen-Anhalt ----
Schleswig-Holstein ----
Thüringen ----

* wenn der Fisch gesetzt wurde, ansonsten ist die Seeforelle ganzjährig geschützt

** In Gewässern, in denen die Winterschonzeit (15.10. bis 15.03. gemäß § 19 der Landesfischereiordnung) nicht gilt: Iist das Fischen während der Winterschonzeit mit der Handangel verboten. Die Winterschonzeit gilt für alle Gewässer, in denen die Frühjahrschonzeit nicht gilt. Eine Ausnahmeregelung gilt für die Enz, die Nims, die Prüm und die Kyll. In diesen Gewässern darf vom 15. bis 30. Dezember die Fliegenangelei auf Äschen betrieben werden.

Lebensraum: Wo stoße ich auf die Seeforelle?

Die Seeforelle lebt vornehmlich in tiefen Süßwasserseen, denn sie bevorzugt das kalte und sauerstoffreiche Wasser. Da der Nachwuchs nach dem Schlüpfen für 1-2 Jahre in der Nähe der Laichplätze in Flüssen verweilt, bevor er in die Seen schwimmt, kann man auch hier auf eine Seeforelle (Schwebeforelle) stoßen.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Seeforellen-Angeln?

Angelrute

Forellenrute, Sbirolinorute, Tremarellarute: (Länge: 3,00 – 4,20m, Wurfgewicht: 5 – 30g), Spinnrute / Ultraleicht-Spinnrute: (Länge: 1,80 – 2,40m, Wurfgewicht: 0,3 – 20g), Fliegenrute

Angelrolle

Stationärrolle mit Front- oder Heckbremse: Größe: 500 – 2000, Fliegenrolle

Hauptschnur

Monofile Hauptschnur: 0,12 – 0,18 Millimeter* (federt Kopfstöße gut ab),
Geflochtene Hauptschnur: 0,04 bis 0,08 Millimeter (für hohe Wurfweiten)

Vorfach

Monofiles Vorfach: 0,12 – 0,20 Millimeter, Fluorocarbon: 0,16 bis 0,18 Millimeter, Länge: 40 – 120cm

Haken

Hakengröße zwischen 4 und 10, je nach Jahrezeit, Köder und Beißverhalten.

Köder

Maden, Taumwürmer, Dendrobena, Rotwürmer, Bienenmaden, Forellenteig, Mais, Spinner, Blinker, Wobbler, UL-Gummiköder, Trockenfliege, Naßfliege, Nymphe,

Angel-Methoden

Posenfischen, Sbirolinofischen, Tremarellafischen, Spinnfischen, Fliegenfischen

Wichtiges Equipment

Rutenhalten, Unterfangkescher für eine schonende Landung, Fischtöter für ein waidgerechtest Töten, Messer, Kühlbox, Sonnenbrille / Polbrille.

*Generell kann zum Spinn- / Ultraleicht-Fischen auf Forellen monofile oder geflochtene Schnur verwenden, für andere Angel-Methoden empfiehlt sich ausschließlich monofile Schnur.

Für die Seeforelle gibt es verschiedene Forellenmontagen mit denen man dem Goldlachs nachstellen kann.

Seeforelle Bilder