Nov 20

Seesaibling

seesaibling 004 - Seesaibling

Seesaibling

Salvelinus alpinus

Der Seesaibling kommt sowohl in isolierten Binnenseen als auch in küstennahen Meeresgewässern vor. Diesen Umstand verdankt er der Eiszeit, die für das verstreute Verbreitungsgebiet des aus der Familie der Lachsfische stammenden Seesaiblings verantwortlich ist. In den Alpenseen hat der Seesaibling sich den lokalen Bedingungen angepasst und Formen entwickelt, welche sich sowohl in Aussehen als auch im Wachstum und der Ernährungsweise unterscheiden.

Wie alle Arten der Gattung Salvelinus fällt auch der Seesaibling durch seine besonders kleinen Schuppen auf und auch er besitzt eine Fettflosse. Im Gegensatz zum Bachsaibling, dessen Rücken- und Schwanzflossen stets hell gefleckt sind, ist dies beim Seesaibling nicht der Fall.

Mit seinen bis zu 40 Lebensjahren gehört der Seesaibling zu den besonders langlebigen Fischen. In kaltem, klarem Süßwasser fühlt sich der Seesaibling am wohlsten und nur wenige Arten des Saiblings leben anadrom (wandern zum Laichen von Süß- in Salzwasser und zurück). Unter den Süßwasserfischen gehören die Seesaiblinge zu jenen, die am weitesten in arktische Gewässer vorgedrungen sind.

Familie

Gattung Salvenius, Familie der Lachsfische / Salmoniden

Wissenschaftlicher Name

Salvelinus alpinus

Weitere Namen

Wandersaibling, Rotforelle

Typ

Raubfisch

Verbreitung

In Europa in sauerstoffreichen Seen der Alpen bis in Höhenlagen von 2600 Metern, Pyrenäen, Finnland, Schweden und Norwegen, Ladoga- und Onegasee, Zuflüsse des Weißen Meeres, Irland, Schottland und Island, Südgrönland und Nordamerika, Hazensee auf der Ellesmere-Insel.

Lebensraum

tiefe, kalte und sauerstoffreiche Seen

Größe

Durchschnittliche Größe: 40 cm, mittlere Größe: 50 cm, maximale Größe: 110 cm

Gewicht

Durchschnittliches Gewicht: 5kg, maximales Gewicht: bis zu 15kg

Alter

Seesaiblinge können bis zu 40 Jahren werden.

Laichzeit

Oktober bis Januar (abweichend je nach Form)

Zu welcher Tageszeit fängt man am besten Seesaibling?

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Der Seesaibling ist nachtaktiv und so sind die frühen Morgenstunden als auch die späten Stunden am Abend eine ideale Angelzeit. Denn die Zeit zwischen Tag und Nacht bzw. Nacht und Tag sorgt für Aktivitäten unter den Friedfischen und entsprechenden Reaktionen bei den Räubern unter Wasser, die sich durch die besonderen Lichtverhältnisse perfekt an ihre Beute heranschleichen können.

Vor Gewittern und an lauen Abenden steigt der Seesaibling gerne aus der Tiefe auf und sucht nach Beute.

In welchen Monaten fängt man am besten einen Seesaibling?

Seesaiblinge lassen sich sowohl im Sommer als auch im Winter angeln. Sobald das Eis geschmolzen ist, kann es auf die Pirsch nach dem Seesaibling gehen. Nach der Eisschmelze ist sogar das Nachstellen im flachen Wasser möglich.

Sosehr der Seesaibling auch die Tiefe schätzt – er wurde schon in Tiefen von 120 Metern gefangen – locken ihn die Fluginsekten im Sommer immer wieder an die Wasseroberfläche.

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Wie erkenne ich den Seesaibling?

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Der Seesaibling hat einen langen, schlanken, im Querschnitt fast runden Körper und ist je nach Habitat unterschiedlich gefärbt. In den meisten Fällen weist er am Rücken eine braun-grüne, blau-grüne oder bräunliche Färbung auf und ist mit gelben Punkten besetzt.

Am Bauch ist er weißlich bis gelb-orange gezeichnet. Während der Laichzeit wechselt die Bauchseite der Milchner in ein leuchtendes Rot über. Auch Brust-, Bauch – und Afterflossen des Seesaiblings zeigen eine rötliche Färbung mit einem weiß abgesetzten vorderen Rand.

Seine Rücken- und Schwanzflossen sehen sehr dunkel aus und besitzen nicht, wie bereits erwähnt, die für den Bachsaibling typischen Flecken. Der Seesaibling hat eine lange und tiefe Maulspalte, die weit bis hinter die Augen reicht. Sein Schwanzstiel ist lang und die Schwanzflosse zeigt nur bei Jungtieren eine deutliche Einbuchtung.

Welche Nahrung bevorzugt der Seesaibling?

Seesaiblinge ernähren sich von planktonischen Krebstieren (die kleineren Arten), Weichtieren und Flohkrebsen, Larven, Insekten und kleinen Fischen wie beispielsweise den Elritzen.

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Seesaibling: Schonzeiten und Mindestmaße

Vor dem Fischen in einem Gewässers ist es unerlässlich, sich über die jeweiligen Vorschriften zu informieren. Je nach Bundesländern und Gewässer (öffentlich oder privat) können die Bestimmungen variieren.

Die Schonzeiten und Mindestmaße der Seesaibling für alle Bundslänger im Detail:

BundeslandMindestmaßSchonzeit
Bayern 30 cm 01.10.-31.12.
Baden-Württemberg 25 cm01.10.-28.02.
Berlin ----
Brandenburg ----
Bremen ----
Hamburg ----
Hessen ----
Mecklenburg-Vorpommern----
Niedersachsen ----
Nordrhein-Westfalen 30 cm20.10. - 15.03.
Rheinland-Pfalz ----
Saarland ----
Sachsen 28 cm01.10.-30.04.
Sachsen-Anhalt ----
Schleswig-Holstein ----
Thüringen ----

Lebensraum: Wo stoße ich auf den Seesaibling?

Als Süßwasserfisch bevorzugt der Seesaibling sehr tiefe, kalte und sauerstoffreiche Seen – wie beispielsweise den Voralpenseen. Hier ist er selbst auf einer Höhe von 2600 Metern noch in ihnen zu finden.

Gerne hält er sich in der Tiefe in Schwärmen auf. Geht er auf die Jagd, löst er sich allerdings von der Gruppe und wird zum Einzelkämpfer.

Welche Ausrüstung brauche ich zum Seesaibling-Angeln?

Angelrute

Forellenrute, Sbirolinorute, Tremarellarute: (Länge: 3,00 – 4,20m, Wurfgewicht: 5 – 30g), Spinnrute (Länge: 2,40 – 2,80m, Wurfgewicht: 5 – 30g), Fliegenrute

Angelrolle

Stationärrolle mit Front- oder Heckbremse: Größe: 500 – 2000, Fliegenrolle

Hauptschnur

Monofile Hauptschnur: 0,16 – 0,25 Millimeter* (federt Kopfstöße gut ab),
Geflochtene Hauptschnur: 0,10 bis 0,18 Millimeter (für hohe Wurfweiten)

Vorfach

Monofiles Vorfach: 0,16 – 0,20 Millimeter, Fluorocarbon: 0,16 bis 0,18 Millimeter, Länge: 40 – 120cm

Haken

Hakengröße zwischen 4 und 10, je nach Jahrezeit, Köder und Beißverhalten.

Köder

Maden, Taumwürmer, Köcherfliegenlarven, Bienenmaden, Spinner, Blinker, Wobbler, tote Köderfische, Trockenfliege, Naßfliege, Nymphe,

Angel-Methoden

Posenfischen, Sbirolinofischen, Tremarellafischen, Spinnfischen, Fliegenfischen

Wichtiges Equipment

Rutenhalten, Unterfangkescher für eine schonende Landung, Fischtöter für ein waidgerechtest Töten, Messer, Kühlbox, Sonnenbrille / Polbrille.

*Generell kann zum Spinn- / Ultraleicht-Fischen auf Forellen monofile oder geflochtene Schnur verwenden, für andere Angel-Methoden empfiehlt sich ausschließlich monofile Schnur.

Seesaibling Bilder